Abgeschickt von Barbara Seehafer am 13 August, 2007 um 00:45:34
Antwort auf: Heiden und Politik von Marco Görlach am 03 Maerz, 2007 um 22:11:08:
: Heute fand ich mal wieder ein paar Minuten. Und das ist dabei rausgekommen:
: "Lebe jeden Tag, als wär es Dein letzter, aber gleichzeitig so, als hättest Du noch zehntausend Jahre!"
: Während der erste Teil dieser Aussage eigentlich jedem bekannt ist, wird der letztere gern verschwiegen. Freilich befürworte ich, das Leben zu genießen. Doch ist nicht nur der Spaß damit gemeint. Vielmehr ein bewußtes Leben. Und so macht dieser Satz erst durch den zweiten Teil wirklich Sinn.
: Das Leben ist kurz und wir sollten es nutzen! Was nützt es jedoch, nur dem Spaß nachzujagen? Wir müssen auch Verantwortung zeigen.
: Schließlich sind wir alle Teil des "Systems." Durch unsere bloße Existens sind wir mitschuldig an den Kriegen, der Armut, der Ausbeutung von Mensch und Mutter Erde.
: Gerade wegen der Möglichkeiten und Vernetzung der Moderne, rufe ich jeden Einzelnen auf, wenigstens Stellung zu beziehen! Raushalten gilt nicht länger. Die Dinge radikalisieren sich immer schneller. Mehr Kriege, mehr Armut, mehr Unterdrückung.
: Schon immer waren soziale Bewegungen auch religöse Bewegungen. Spartakus, Jesus von Nazareth, die Abassiden, ..., immer wieder erheben sich die schwächsten der Schwachen. Ihre Kraft zogen sie freilich auch aus ihrer Verzweiflung. Aber auch ihre Religion trug wesentlich zum Kampf bei. Auch wenn wir heute weitesgehend aufgeklährt sind und Politik von Religion trennen, wir bleiben doch Menschen, die Entscheidungen oft ituitiv treffen, aufgrund ganz eigener Weltsichten. Und hier spielt Religion eine große Rolle. Und so sind wir auch als Heiden aufgerufen, sogar in der Pflicht, uns an der Gestaltung der Welt zu beteiligen. Wir würden meiner Meinung nach nicht im Sinne der Erdmuttergöttin handeln, wenn wir uns abwenden um geschehen zu lassen was geschieht. Die Zahl naturreligiöser Menschen steigt und damit die Verantwortung als "Glaubensgemeinschaft."
: Wir sollten uns einbringen. Wir sollten uns austauschen. Über politische Gräben hinweg. Für eine lebenswerte Welt. Für ein friedliches Miteinander.
: Y Gwir Yn Erbyn Byd: Die Wahrheit gegen die Welt.
: Drum rufe ich alle naturreligösen Menschen auf, sich nach eigenen Bedürfnissen und Vorstellungen an der Gestaltung der Zukunft zu beteiligen!
: Ich denke nicht an ein politisches Heidentum oder naturreligösen Einfluß auf die Gesellschaft. Aber ich wünsche mir sehr wohl ein bewußtes Eingreifen von Heiden, ob in der Freidensbewegung, ökologischen Bewegungen, Ökomene oder sozialen Bewegungen. Die nächste Revolution kommt bestimmt. Wo werdet Ihr dann stehen?
: Heidnische und solidarische Grüße aus Thüringen, Marco.
: PS: Bevor politisch Korrekte Komentare meinen Eintrag zunichte machen, bitte ich darum, mich zwar ernstb zu nehmen, aber nicht zu ernst. Bei meinen Aktivitäten mußte ich lernen, dass es einem nicht verziehen wird, wenn man sich nicht ausgereift ausdrückt. Diesen Anspruch stelle ich allerdings nicht an mich. Ich bin ein einfacher Mensch und sage die Dinge so, wie sie mir einfallen.
Hallo Marco, wie sollte denn,Deiner Meinung nach, das "Einsetzen" oder Einbringen aussehen?