G 8 - der Gipfel der großen Versager

Nachdem die us-amerikanische Regierung durch Alleingänge in der Klimapolitik wie auch in der AIDS-Hilfe regelrecht Geröll ins Getriebe einer möglichen koordinierten Zusammenarbeit der "Großen Acht" geschüttet hatte,  droht nun aber auch die geplante konzentrierte Afrika-Hilfe zu einer schmerzhaften Pleite zu werden. Dies meldete dpa am 6.Juni 2007 mit Berufung auf Informationen aus Delegationskreisen.

Einige G8-Mitglieder seien es offenbar leid, unglaubwürdige Hilfszusagen zu unterstützen, die dann doch nicht eingehalten würden.
Bereits auf dem letzten G8-Gipfel vor zwei Jahren hatte man sich darauf geeinigt, eine Verdopplung der Afrika-Hilfe zuzusagen - gehalten hatte man sich an diese Zusage allerdings nicht.

Dass man in Sachen Klimapolitik die USA ins Boot hatte kriegen können, erreichte man letztlich nur zu dem Preis, die 50%-Rate der Verminderung von Treibhausgasen aufzugeben - ohne diese Rate allerdings hätten die USA auch vorher keine Probleme gehabt, sich auf so eine fadenscheinige, weil inhaltsleere Vereinbarung einzulassen.

Alles in allem sieht es so aus, als wenn die "Großen Acht" eben doch nicht groß genug sind, die drängenden Probleme dieser Zeit in geeigneter Weise anzugehen, geschweige denn einer Lösung zuzuführen. Dieser Gipfel scheint damit nichts anderes zu sein als eine gigantisch teure "Polit-Celebrity-Show".
Vielleicht sollte sich die "Frau im Spiegel" der Sache annehmen...