Gesellschaft für bedrohte Völker:
"Aufruf zur bundesweiten GfbV-Aktion für Tibeter und Uiguren!

- Aktionstag: 19. Juni 2008 - 

6.000 VWs fahren für Chinas Olympiade.

5.770 Inhaftierte müssen freigelassen werden!

Göttingen, 13.Mai 2008 

Trotz zahlloser Appelle und Proteste hält Volkswagen an seiner Förderung des Olympischen Fackellaufs durch Tibet und Xinjiang/Ostturkestan fest. Das Unternehmen behauptet, der so genannte "Lauf der Harmonie" werde das gute Zusammenleben der Menschen in der Volksrepublik fördern.

Doch wir sind vom Gegenteil überzeugt: VW leistet mit seiner Förderung des Fackellaufs Menschenrechtsverletzungen Vorschub und verletzt damit die eigenen Unternehmensprinzipien!

Tatsächlich kann in Tibet und in Ostturkestan im Nordwesten Chinas von Harmonie keine Rede sein. Vielmehr nimmt die Unterdrückung der Tibeter und Uiguren seit Jahren zu und hat sich im Vorfeld der Olympiade sogar noch verschärft: 5.700 Tibeter wurden inhaftiert, als sie im März gegen die Verfolgung ihres Volkes aufbegehrten. Und auch in Ostturkestan kam es in den letzten Monaten zu zahlreichen Verhaftungen. So wurden Ende März in der Stadt Kashgar 70 Uiguren festgenommen, um Proteste während des Fackellaufs zu verhindern.

Wenn der Olympische Fackellauf im Juni 2008 nach Tibet und Ostturkestan kommt, wird er neue Konflikte und Menschenrechtsverletzungen schüren! Schon jetzt haben die Behörden höchste Alarmstufe angekündigt. Es wird weitere Hausdurchsuchungen, Razzien und Verhaftungen geben, um Demonstranten abzuschrecken - und unverhältnismäßige Gewalt gegenüber friedlichen Protesten.

Bitte setzen Sie mit uns ein Zeichen für Menschenrechte in TIBET,
wenn der Olympische Fackellauf am 19. Juni Tibet erreicht!

Wenn der Fackellauf am 25. Juni nach OSTTURKESTAN kommt, werden wir mit einer Demonstration in München auf die Verantwortung von VW hinweisen."


Anmerkung der STEINKREiS-Redaktion:

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) setzt sich seit ihrem Bestehen für bedrohte Minderheiten ein und kämpft weltweit gegen Menschenrechtsverletzungen. Sie hat offiziellen Beraterstatus bei den Vereinten Nationen. Die GfbV hat sich, im Unterschied zu anderen Organisationen nie von politischen Lagern instrumentalisieren oder vereinnehmen lassen. Dies macht sie zu einer ganz besonders wertvollen  Organisation in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.

Wer die GfbV bei der Aktion unterstützen möchte, kann sie ganz einfach per e-mail kontaktieren. Wer selbst einen Stand oder eine Mahnwache organisieren oder sich in seiner Stadt daran beteiligen will, erhält von dort Informations- und Aktionsmaterial.
Vergesst in dem Fall nicht, in der e-mail Eure (Post)Anschrift mitzuteilen!